Home

in liebe

Vor meinem inneren Auge habe ich meine elfjährigen Schülerinnen, die sich in diesen Tagen mit Freude verkleiden. Wie bunt, vielfältig und ideenreich sind doch ihre Kostüme!

Da kamen unlängst zwei Mädchen als Schwäne verkleidet: orangefarbener Schnabel, langer Plüschhals, ein wippendes Federröckchen, Handschuhe wie Schwimmflossen, usw.

Und da fiel mir eine zuvor gesehene Berichterstattung über Schwäne in einer großen Stadt ein. Ich staunte über die Artenvielfalt der Schwäne und erfuhr, dass sie ein Bild für die Liebe sind. Denn sie suchen sich als Paar einmal im Leben, erleben miteinander Durststrecken und Fülle, pflegen gemeinsam die Kleinen, wechseln miteinander den Ort, stehen zueinander,…

 

Im heutigen Lesungstext spricht Paulus ähnlich bildreich und aussagekräftig. Er will der Gemeinde in Korinth ganz klar vor Augen führen, was sie lebendig macht, was sie stärkt in allen Auseinandersetzungen, Nöten und Freuden, was sie weiterbringt im Gehen auf Jesu Wegen, wie sie mehr und mehr eine Einheit werden können, wie Jesus sie gemeint hat - nämlich durch das Verbundensein in Liebe.

Die Liebe lässt uns wachsen - über uns selbst hinaus auf die Mitmenschen hin.

Die Liebe lässt uns reifer werden als Mensch.

Die Liebe lässt uns erahnen, wer der Grund unseres Daseins ist.

Die Liebe lässt uns bekennen, was uns Leben gibt, bis hin zum ewigen Leben.

Die Liebe bewegt zum Handeln und Vertrauen.

 

Vielleicht entdecken wir in den kommenden Tagen irgendwo Schwäne und sinnen nach über die Liebe in ihren vielfältigen Formen.

 

Sr. Gerlinde Kauba MC

 

4. Sonntag im Jahreskreis / 1 Kor 12,31-13,13

 

 

top