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Himmel jetzt

Ist es nicht ein wunderbares Bild für den Himmel: Wir sitzen an einer festlichen Tafel mit erlesenen Speisen und der Herr selbst bedient uns? „Wir“ - das sind alle; die Menschen, die ich mag und die, die ich nicht mag. Er lässt niemand zugrunde gehen. Seine Pläne sind Heilspläne für uns alle und seine Gedanken übersteigen meine Gedanken. An mir ist es, mich auf seine Gedanken und auf seine Heilspläne einzulassen. An mir ist es, jetzt schon an diesem „Himmel“ mitzuwirken: Gastfreundschaft gewähren (in Haus und Herz), vergeben und um Vergebung bitten, immer mehr empfänglich zu werden für ihn und nicht alles selber bestimmen, planen, absichern und machen zu wollen. Empfänglich werden für sein Licht, auch in den dunklen Situationen und Erfahrungen meines Lebens und der Welt. Oft wird mir das Vertrauen schwer gemacht. Diese Bibelstelle ermutigt mich, mich neu auf seine Heilspläne für mich und für die Welt einzulassen, auch wenn´s manchmal schwer fällt. Ich will darauf vertrauen. Und immer wieder darf ich es auch ganz konkret erfahren, dass der „Himmel“ jetzt schon beginnt. Er erwartet mich – heute, jetzt. Ich darf mein zitterndes, bedrohtes, zerbrechliches Herz in seiner liebenden Gegenwart zur Ruhe kommen lassen und von ihm Lebenskraft, Lebensfreude und Liebe empfangen. Und so kann ich in allem und trotz allem mitwirken, dass auch für andere „Himmel“ erfahrbar wird: heute, jetzt.

 

Sr. Christine Romanow MC

 

19. Sonntag im Jahreskreis / Lukas 12,32-48

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