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Die eigene Entscheidung zählt

November. Am Anfang des Monats steht die Erinnerung an unsere Verstorbenen: Totengedenken an Allerseelen und auch oft an Allerheiligen. Wir stehen am Grab von uns lieb gewesenen Menschen, denken an sie, erzählen uns Ereignisse mit ihnen, zünden ihnen ein Licht an. Und manchmal taucht die Frage auf: Wo sind sie jetzt? Wie geht es ihnen? Dabei haben wir nur unsere Bilder, unser Erleben aus dem irdischen Dasein, um uns das Leben bei und mit Gott vorzustellen.

Auch im Evangelium vom heutigen Sonntag geht es um diese Vorstellungen. Eine Gruppe von Menschen stellt Jesus die Frage: Wie ist das nach dem Tod? Gibt es ein Leben danach und wenn ja, gibt es dann noch Familienzugehörigkeit? Und sie bringen ihre Bilder mit, ihre Vorstellungen.

Wir haben keine Beweise für dieses Leben nach dem Tod. Jesus spricht immer wieder davon, doch gesehen hat es noch niemand. Es ist unsere ureigenste Entscheidung, diesen Worten zu trauen. Diesen Schritt kann uns niemand abnehmen, kann niemand für uns übernehmen. Ich selber bin gefragt, mich hinein zu begeben und meinen Weg zu finden.

Für mich selber wäre die Vorstellung, dass es kein Leben nach dem Tod gäbe, erschreckend. Dann müsste dieses Leben alles geben, weil danach nichts mehr ist. Puh, was für ein Stress!

 

 

Sr. Theresia Hoiß MC

 

32. Sonntag im Jahreskreis / Lukas 20, 27 – 38

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