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Sehen und Erkennen

Es ist wieder einmal Verstrickungsgeschichte mit mühsamen Fragen (incl. einiger eingebauter Fallstricke) und Argumentationen zwischen Jesus und den Pharisäern, die in ihrem Glauben treu und bemüht sind. Sie tun sich aber so schwer, sich über eine Heilung zu freuen und einen ganz konkreten Zugewinn an Leben und Lebendigkeit zu sehen, zu erkennen und anzunehmen.

 

Um Sehen und Erkennen geht es in dieser Blindenheilungsgeschichte. Es geht ja nicht um medizinische Erklärungsversuche oder um rituelle Erlaubnisse. Es geht auch nicht um Ursachenforschungen und Schuldzuweisungen, sondern es geht um ein Sehen im ganz konkreten physischen Sinn, aber auch noch einmal in einer viel tieferen, erhellenderen Weise.

Der geheilte Mann, der da zum Argumentationsobjekt der Pharisäer geworden ist, und der selber erst spät und wenig zu Wort kommt, drückt zweimal aus, was er von

Jesus „gesehen“ und erkannt hat: Jesus ist ein Prophet, so sagt er, und der Geheilte glaubt an ihn als den Menschensohn.

In diesem Sinne ist er nicht nur der Geheilte, sondern der eigentlich Sehende und Erkennende.

 

Sr. Christine Rod MC

 

4. Fastensonntag / Johannes 9, 1-41

 

 

 

 

 

 

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