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Was tut mir gut?

Wieder geht es um den Abschied Jesu von seinen Jüngern. Was wird werden? Wie kann es weitergehen ohne ihn als Person mitten unter ihnen? Umbrüche, Aufbrüche, Neuland verunsichern uns, ja machen uns oft auch Angst. Wie können wir damit umgehen? Was hilft uns, solche Situationen zu bestehen?

Den Jüngern Jesu stehen  tiefgreifende Veränderungen bevor, und Jesus verheißt ihnen einen Beistand, der für immer bleiben soll. Näher beschrieben wird er nicht. Da ist Freiraum für die eigenen Bilder und Sehnsüchte. Wer wünscht sich nicht einen, der bei-steht, der da ist in schwierigen Situationen und hilft die Not zu wenden, aber auch jemanden, der sich mitfreuen kann. Kurzum jemanden, der mir Freund/Freundin ist.

Nun nehmen bei den meisten Menschen Beziehungen einen großen Bereich des Lebens ein. Die große Vielfalt unserer Kommunikationsmöglichkeiten vermehrt die Zahl der Kontakte um vieles. Darf man Umfragen trauen, so stehen Familie und Freunde heute sehr hoch im Kurs. Für mich drückt sich darin auch die Sehnsucht nach Beheimatung aus, die wir Menschen in uns tragen und die meist nur teilweise gestillt werden kann.

Wenn Jesus im heutigen Evangelium sagt, „Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir, und ich bin in euch“ (Joh 14, 20), veranschaulicht dies eine Intensität von Beziehung, die wir uns kaum vorstellen können. Und doch gilt diese Zusage Jesu für uns Menschen. Kann ich das glauben und wenn ja, möchte ich diese intensive Nähe? Die Antwort dazu muss jede/jeder selber finden.

 

Sr. Theresia Hoiß MC

 

6. Sonntag in der Osterzeit / Johannes 14, 15 – 21

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