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Symbole

Gemeinsame Identität drückt sich in gemeinsamen Zeichen aus. Auch wenn wir kein Ordenskleid oder einheitliches Kreuz als Erkennungszeichen tragen, verbinden uns unser Logo, der Ring der Lebensweihe, die Christus-Ikone und der „Christus ohne Arme“.

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Logo

Das Logo unserer Gemeinschaft besteht aus zwei Teilen. Das Kreuz im Zentrum wird umrahmt von fünf konzentrischen Kreisen, die sich nach einer Seite öffnen.

Es ist seit 1974  in Verwendung. Die Farbe Grün bedeutet uns Leben und Wachstum.

Das Kreuz Jesu Christi ist Ausgangspunkt und Ziel der Dynamik unseres Logos.

Es umspannt die ganze Welt in ihren vier Himmelsrichtungen. Wir verkünden Jesu Tod und Auferstehung in Nah und Fern und halten in unserem missionarischen Einsatz immer wieder Einkehr bei Jesus Christus, unserem Bruder und Herrn.

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Ring

Ab der Lebensweihe trägt jede Schwester einen Ring als Zeichen ihrer besonderen Bindung an Jesus Christus. So sind wir auch äußerlich als „schon vergeben“ erkennbar. Viele Schwestern haben einen einfachen goldenen Ring gewählt, der wie ein Ehering aussieht. Aber auch eine individuelle künstlerische Gestaltung ist möglich.

Während der Feier der Lebensweihe wird dieser Ring gesegnet und von der Generalleiterin mit folgenden Worten an die Hand gesteckt: „Empfange diesen Ring als Zeichen deiner Erwählung und Hingabe. Trage ihn mit Freude und in Treue zu deiner Berufung als Missionarin Christi.“

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Ikone

Besondere Bedeutung für uns Missionarinnen Christi hat unsere Christus-Ikone, die Jesus Christus als Pantokrator, also als All- oder Weltenherrscher, zeigt. Der Typus ist sehr alt und stammt aus der byzantinischen Kunst: Christus ist im Brustbild dargestellt und segnet mit seiner rechten Hand die Betrachterin, den Betrachter. In seiner Linken hält er das Evangelienbuch; in unserem Fall ist es geöffnet und zeigt in Kirchenslawisch die Worte: "Kommt alle zu mir, die ihr euch müht und schwere Lasten zu tragen habt."

Unsere Ikone wurde vermutlich im 19. Jahrhundert in Russland angefertigt. Anstelle von Gold verwendete man Ocker als Hintergrund, was darauf hinweisen kann, dass es sich um eine "Arme-Leute-Ikone" handelt. Das passt gut zu unseren Gelübden, die wir als Ordensfrauen ablegen. Vor dieser Ikone versprechen wir Missionarinnen Christi Armut, Gehorsam und Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen.

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Christus ohne Arme

Der Christuskorpus in der Kapelle unseres Generalats besitzt keine Arme. Er stammt aus dem heutigen Kroatien und hatte bei Partisanenkriegen in den 1950er Jahren die Sprengung einer Kirche überstanden. Ein befreundeter Pfarrer unserer Schwestern konnte den Korpus aus den Trümmern bergen und schenkte ihn uns. Später wurde der Korpus nach München gebracht und dort in Metall gefasst.

Dass die Christusfigur keine Arme hat, ist für uns Missionarinnen Christi Sinnbild unseres missionarischen Dienstes: Durch unsere Hände wirkt Christus in unserer Welt.

Eine Betrachtung nach einer Meditation aus dem 14. Jahrhundert führt dieses Motiv weiter aus:

Christus hat keine Hände, nur unsere Hände, um seine Arbeit heute zu tun.

Er hat keine Füße, nur unsere Füße, um Menschen auf seinen Weg zu führen.

Christus hat keine Lippen, nur unsere Lippen, um Menschen von ihm zu erzählen.

Er hat keine Hilfe, nur unsere Hilfe, um Menschen Liebe und Leben zu schenken.

Andererseits spricht auch die Ohnmacht des Gekreuzigten zu uns: Wie oft fühlen wir uns selbst ohnmächtig. Wir solidarisieren uns mit den Ohnmächtigen dieser Welt.

 

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